In einem Augenblick
der Freude
ist die ganze schÖpfung
enthalten.

Roland Leonhardt

Was sind eigentlich Klosterarbeiten, was macht sie so besonders, diese liebenswerten, anmutigen Erzeugnisse der Volksfrömmigkeit, diese filigranen Verzierungen für „heilige“ Dinge, angefertigt in reiner Handarbeit nach jahrhundertealter barocker Tradition? Ihr Zauber erschließt sich bei näherer Betrachtung: vielfältig und fantasievoll sind die Formen und Techniken, das Material ist edel, der Aufwand an Zeit und Geduld gewaltig, die Anforderungen an gutem Geschmack und Fingerfertigkeit außergewöhnlich hoch. Waren es seinerzeit Nonnen, die in der Stille ihrer Zelle Kostbarkeiten zum Schmuck der Altäre herstellten, so sind es in unseren Tagen viele Frauen aller Alters- und Berufsgruppen, welche die in Europa tief verwurzelte Tradition des Kunsthandwerks lebendig erhalten.

Religiöses Kunstwerk